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Media Report (in German): Alzheimer - Demenzforschung zwischen Frust und Fortschritt

Der Tagesspiegel - Tests und Theorien zur Entstehung gibt es, doch wirksame Medikamente gegen Alzheimer fehlen immer noch.

07.05.2018

Manche Genmutationen machen immun, andere anfällig für Alzheimer

Dass Ablagerungen dieses Proteins die zentrale Rolle beim Entstehen von Alzheimer spielen, davon ist der kürzlich mit dem „Brain“-Preis ausgezeichnete Alzheimer-Forscher, Biochemiker und SyNergy Mitglied Christian Haass von der Uni München überzeugt. Tatsächlich leben in Finnland und Island Familien, die vor Alzheimer durch eine genetische Besonderheit geschützt zu sein scheinen. Bei ihnen sorgt eine Genmutation dafür, dass sich das Protein Beta-Amyloid nicht aus seinem Vorläufer-Protein bilden kann. In Familien hingegen, in denen die Menschen besonders früh an Alzheimer erkranken, bildet sich das schädliche Amyloid aufgrund einer anderen Genmutation leichter. Auch Menschen, die eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) haben und typischerweise mit 50 bis 60 Jahren an einer Demenz erkranken, bilden zu viel Amyloid, wie Haass berichtete. „Für mich ist der Fall klar: Das Amyloid ist der Auslöser, es macht die Krankheit jedoch nicht allein.“ Vielmehr setze es im Gehirn eine ganze Kaskade von biochemischen Prozessen in Gang



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