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Media Report (in German): „Alzheimer: Münchner Forscher entdecken Alarmsignale“

tz Online: München - Im Kampf gegen Alzheimer haben Münchner Forscher eine zukunftsweisende Entdeckung gemacht: Alarmsignale, die sich mehrere Jahre vor Ausbruch der Krankheit feststellen lassen.

16.12.2016

„Alzheimer: Münchner Forscher entdecken Alarmsignale“

Die Forscher konnten – vereinfacht ausgedrückt – bestimmte Laborwerte ermitteln, die bereits etwa sieben Jahre vor Ausbruch der Symptome auf die Entstehung der Erkrankung hinweisen. Praktisch wie messbare Alarmsignale. Das Wissen über diese Werte soll nun als Schlüssel zur Entwicklung eines Frühwarnsystems vor Demenz dienen – und möglicherweise auch neue Behandlungsansätze ermöglichen.

Die spektakulären Erkenntnisse stammen aus dem Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD) in Großhadern. Hier forschen seit eineinhalb Jahren hochkarätige Wissenschaftler des Uniklinikums und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) unter einem Dach. Dabei haben die Experten um Professor Dr. Michael Ewers und SyNergy Mitglied Professor Dr. Christian Haass unter anderem einen speziellen Eiweißstoff namens TREM2 im Visier. „Dieses Protein wird von den Fresszellen des Gehirns abgegeben und lässt damit Rückschlüsse auf eine erhöhte Aktivität des Immunsystems zu. Das Eiweiß ist zentral für die Immunabwehr im Gehirn verantwortlich“, erläutert Professor Ewers im tz-Gespräch.

„Die Aktivität der Fresszellen wird durch sterbende Hirnzellen stimuliert“, erläutert Professor Haass. „Die Fresszellen haben möglicherweise eine Schutzfunktion, die jedoch im Zuge der Erkrankung zum Erliegen kommt. Wir forschen deshalb an Wirkstoffen, um die Aktivität der Fresszellen zu erhöhen.“

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